Die Familie Medici herrschte zwischen 1434 und 1494 ohne Unterbrechung über Florenz. Nach ihrer Rückkehr an die Macht im Jahr 1512 zeigte jedoch Cosimo I. de’ Medici eine beispiellose Fähigkeit, Kultur als politisches Instrument einzusetzen. Seine Herrschaft verwandelte Florenz in ein dynastisches Herzogtum und verlieh der florentinischen Kunst jene zentrale Stellung, die sie bis heute innehat. Während Florenz im 16. Jahrhundert diese tiefgreifenden politischen Veränderungen durchlief, wurden Porträts zu einem wesentlichen Mittel, um das Erscheinungsbild einer Person festzuhalten und zugleich ihren Charakter, ihre gesellschaftliche Stellung sowie ihre kulturellen Ambitionen zu vermitteln. Dieses faszinierende Buch , dass zur der große Ausstelung im Metropolitan Museum erschien,untersucht die Art und Weise, wie Maler (darunter Jacopo Pontormo, Agnolo Bronzino und Francesco Salviati), Bildhauer (wie Benvenuto Cellini) sowie Künstler anderer Medien ihren Werken einen gelehrten und bewusst stilisierten Charakter verliehen, der die florentinische Porträtkunst besonders auszeichnete. Mit mehr als neunzig bemerkenswerten Gemälden, Skulpturen, Arbeiten auf Papier und Medaillen wurde dieser Band von einem Team führender internationaler Autorinnen und Autoren verfasst und bietet eine umfassende sowie tiefgehende Untersuchung einer entscheidenden und lebendigen Epoche der italienischen Kunst. (Text engl.)